Strom- / Energiekosten



Nachtspeicherheizungen sind in vielen älteren Mietshäusern zu finden. Aber auch heute bewerben Anbieter und Stromkonzerne dieses Produkt noch. Das Argument ist der verbilligte Strombezug. Der Name sagt es aus: Der Strom wird nachts verbraucht, auch wenn tagsüber geheizt wird. Die meisten Stromanbieter unterscheiden zwischen Tag- und Nachtstrom, wobei der Nachtstrom für Kunden billiger ist. Der Hintergrund ist, dass nachts ebenfalls Strom produziert wird, der Verbrauch aber gering ist. Mit günstigen Tarifen soll für eine bessere Auslastung gesorgt werden.

Allerdings sind Nachtspeicherheizungen mittlerweile allein im Interesse der Stromanbieter und der produzierenden Unternehmen, nicht in dem der Kunden. In den Sechzigern und Siebzigern wurde diese Heizungsform vom Staat subventioniert, zudem waren die Strompreise noch deutlich niedriger. Diese Vorteile bestehen heute nicht mehr. Hinzukommt, dass der preisliche Unterschied zwischen Tag- und Nachtstrom heute in der Regel nicht mehr so hoch ist wie früher. Experten sind sich einig: Die Anschaffung einer Nachtspeicherheizung ist im Betrieb mit hohen Kosten verbunden. So schätzt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, dass die jährlichen Kosten im Vergleich zu einer Gas- oder Ölheizung in etwa doppelt so hoch sind.

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