Nachtspeicherheizung & Asbest
In Nachtspeicheröfen wurden bis Ende des Jahres 1976 asbesthaltige Materialien verarbeitet. Dies geschah hauptsächlich in der Isolierung, den sogenannten Dämmmatten.
Zu dieser Zeit war man sich noch nicht im Klaren über die gesundheitsgefährdenden Eigenschaften von Asbest: Beim Einatmen gelangen die mikroskopisch kleinen Asbestfäden in die Lunge und setzen sich dort fest. Es ist praktisch unmöglich, diese Fasern wieder auszuscheiden. Asbestfasern in der Lunge können Lungenkrebs und Asbestose auslösen. Bei einem Defekt von asbesthaltigen Nachtspeicheröfen können Asbestfasern in die Wohnräume gelangen. Da diese mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, weiß man nichts von ihrem Vorhandensein, durch jede Luftbewegung im Raum werden sie aufgewirbelt und eingeatmet. Informieren Sie sich möglichst vor dem Einzug in Ihre neue Wohnung oder in Ihr neues Haus um was für eine Nachtspeicherheizung es sich handelt. Ist die Heizung veraltet sollten Sie mit Ihrem Vermieter über eine Erneuerung der Heizanlagen sprechen.
Nachspeicheröfen dürfen niemals selber demontiert und entsorgt werden. Dies muss zwingend durch einen Elektrofachbetrieb und einen zugelassenen Entsorger geschehen. Auf dem Typenschild der Geräte findet man Nummern, anhand derer festgestellt werden kann, ob der Nachspeicherofen asbesthaltig ist.